Der Magenmeridian - Die Fähigkeit aufzunehmen und zu verarbeiten
- Yvonne Sandoz
- 23. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 11. Juni
In der Traditionellen Chinesischen Medizin gehört der Magenmeridian zusammen mit dem Milzmeridian zur sogenannten "Mitte". Sie steht für Verdauung, Versorgung, Stabilität und innere Balance. Doch die Mitte verarbeitet nicht nur Nahrung - auch Gedanken, Gefühle und Eindrücke des Alltags wollen aufgenommen und verarbeitet werden.
Der Magenmeridian symbolisiert dabei unsere Fähigkeit, das Leben anzunehmen. Gerät er aus dem Gleichgewicht, kann sich dies nicht nur körperlich, sondern auch emotional zeigen.
Der Magenmeridian
Der Magenmeridian wird in der TCM dem Erdelement zugeordnet. Die Erde steht für Nahrung, Fürsorge, Geborgenheit und innere Mitte. Sie schenkt Stabilität und das Gefühl, getragen zu sein.
Im Gleichgewicht unterstützt der Magenmeridian eine gute Verdauung, Klarheit und innere Ruhe. Menschen mit einer starken Mitte fühlen sich oft geerdet, belastbar und ausgeglichener. Sie können Eindrücke besser "verdauen" und den Alltag ruhiger bewältigen.
In den Büchern von Achim Eckert wird beschrieben, dass der Magenmeridian auch mit unserem Umgang mit Sorgen, Druck und innerer Anspannung verbunden ist. Wenn zu viele Eindrücke, Gedanken oder Anforderungen gleichzeitig auf uns einwirken, gerät die Mitte leichter aus dem Gleichgewicht.
Dies kann sich unterschiedlich zeigen:
·innere Unruhe
·Grübeln
·Erschöpfung
·Spannungsgefühle
·Verdauungsbeschwerden
·das Gefühl "alles schlucken zu müssen"
Auch das ständige Funktionieren ohne genügend Ruhe oder Wärme kann die Mitte schwächen.
Wie kann Akupressur-Therapie unterstützen?
Die Akupressur-Therapie kann dabei unterstützen, das Nervensystem zu beruhigen und die natürliche Entspannungsfähigkeit zu fördern. Durch achtsamen Finderdruck auf ausgewählte Akupunkturpunkte werden Impulse gesetzt, welche die Mitte stärken und den Energiefluss harmonisieren können.
Besonders wohltuend für den Magenmeridian sind:
·regelmässige Mahlzeiten
·warme Nahrung
·Ruhe beim Essen
·ausreichend Pause
·Wärme
·ein bewusster Umgang mit Gedanken und Belastungen
Denn die Mitte braucht nicht Perfektion - sondern Rhythmus, Ruhe und Fürsorge.
Vielleicht liegt genau darin eine wichtige Botschaft des Magenmeridians.
Nicht alles sofort leisten oder kontrollieren zu müssen, sondern dem Körper wieder zu erlauben, aufzunehmen, zu verarbeiten und loszulassen.
Weitere Informationen
Mehr über die Mitte, das Erdelement sowie den Zusammenhang zwischen Verdauung, Energie und Wohlbefinden erfahren Sie auf der Unterseite "Die Mitte stärken".
Die Mitte stärken
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